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Health-Tech Startup Kenbi schließt erfolgreich A-Runde über 23,5 Millionen Euro ab

Berlin, 16. Dezember 2021 - Kenbi, das in Berlin ansässige Startup-Unternehmen für
technologiegestützte Gesundheitsversorgung zuhause gibt die Finanzierungsrunde über 23,5
Millionen Euro bekannt. Die Summe wird genutzt, um den Ausbau ihres Versorgungs-Netzwerks in
ganz Deutschland und die Weiterentwicklung ihrer Technologien voranzutreiben. Die
Finanzierungsrunde wird von dem Healthcare-Investor Endeavour Vision angeführt. Die bestehenden
Investoren Redalpine, Heartcore, Headline, Partech und Amino Collective beteiligen sich zusammen
mit den neu hinzugekommenen Mutschler Ventures und dem Geldgeber Silicon Valley Bank ebenso
an der Runde. Bis heute hat Kenbi über 30 Millionen Euro erworben und ist seit seiner Gründung
Ende 2019 von 12 auf über 300 Mitarbeiter*innen (davon über 80 % Frauen) gewachsen.

Kenbi bietet dem Pflegemangel die Stirn

Obwohl immer mehr Menschen pflegebedürftig sind, nimmt die Zahl der qualifizierten Pflegekräfte
aufgrund der zehrenden Bedingungen und der mit dem Beruf verbundenen bürokratischen Hürden
stetig ab. Infolgedessen haben mehr als die Hälfte der 625.000 ausgebildeten Pflegekräfte in
Deutschland in den letzten 25 Jahren ihren Wunschberuf wieder aufgegeben. Die verbliebenen
Fachkräfte verbringen 40 % ihrer Arbeitszeit mit der Bearbeitung von papierlastigen, bürokratischen
Prozessen. Würden sich diese Arbeitsbedingungen ändern, sagte jede*r zweite befragte Pfleger*in in
einer Umfrage aus, sich eine Rückkehr in den Beruf vorstellen zu können.

Kurz vor dem Ausbruch von COVID-19 in Europa gegründet, setzt Kenbi neue Standards für die
Arbeit in der Pflege und damit genau an diesen Herausforderungen an. Das Startup baut ein
dezentralisiertes Netzwerk an Pflegefachkräften mit agilen, selbstorganisierten Teams auf. Mit Hilfe
von eigenen modulare Apps gewährleistet Kenbi einen effizienten Zugang zu
Gesundheitsdienstleistungen und -Produkten für Patienten und Patientinnen zuhause.

Rasante Einstellung von qualifizierten Pflegeprofis, dank eigener Technologien

Trotz des sich verschärfenden Pflegekräftemangels erlebt Kenbi einen wachsenden Zustrom an
Bewerber*innen. In über 22 Pflege-Hubs in drei deutschen Bundesländern haben sich mehr als 300
Pflegekräfte der Mission des Startups als Mitarbeiter*innen angeschlossen und führen jeden Monat
mehr als 15.000 Pflegeeinsätze durch.

Ein entscheidender Faktor für das Wachstum und die hohe Qualität der Kenbi Pflege ist die vom
Unternehmen selbst entwickelte Technologie: Eine Reihe modularer Apps für die gesamte
Wertschöpfungskette optimiert administrative Abläufe wie Rekrutierung, Einarbeitung, Pflegeplanung,
Dokumentation, Kommunikation, Schulung und Abrechnung. "Jede Pflegekraft erhält ein Smartphone
mit den Kenbi Apps. Unser grundlegend digitaler Ansatz verkürzt die benötigte Einstellungszeit neuer
Mitarbeiter*innen von sechs Monaten auf nur wenige Tage, ermöglicht eine flexible Zeitplanung, bietet
sofortige Kommunikation und reduziert die Dauer der Pflegetouren um 20 %. Während der
Covid-Krise hat unsere Technologie dringend benötigte Pflegezeit liberiert und unnötige persönliche
Kontakte zwischen den Teammitgliedern minimiert", erklärt Mitgründer Clemens Raemy, der zuvor die
lateinamerikanische Taxi-App SaferTaxi gründete.

Ambulante Pflege Menschen-zentriert neu gedacht

Inspiriert durch ihre eigenen Erfahrungen mit einem pflegebedürftigen Verwandten, möchte
Mitgründerin Katrin Alberding einen menschlicheren Ansatz bieten:

"Die Patientinnen und Patienten schätzen es, dass unsere Teams sehr ortsnah und gut erreichbar
sind und dass sie alles, was sie benötigen aus einer Hand bekommen. Fachkräfte aus dem
Gesundheitswesen schließen sich Kenbi an, weil wir eine echte Alternative zu den alten Wegen
bieten, die sie im Stich gelassen haben. So verfolgen wir bewusst einen maximal digitalisierten,
autonomen Arbeitsansatz, bei dem kleine Teams die lokale Nachbarschaft betreuen und gleichzeitig
aber auch mit einem unterstützenden Infrastruktur-Netzwerk verbunden sind", erklärt sie. "Unsere
Teams profitieren von einem technologiegestützten Serviceprogramm, das sie von administrativem
Aufwand entlastet und unsere "Kenbis" in die Lage versetzt, die bestmögliche Pflege zu leisten.
Flexibilität für Pfleger*innen, Patientinnen und Patienten steht im Mittelpunkt unseres Handelns".

Kenbi ist in den jeweiligen Bundesländern von allen Krankenkassen zugelassen. Dies bedeutet, dass
die Kosten für die Pflege unabhängig von der gewählten Dienstleistung übernommen werden. Alle
Pflegekräfte sind bei Kenbi angestellt, was einheitliche Qualitätsstandards und eine gemeinsame
Entwicklung von technischen Lösungen direkt mit den Endverbraucher*innen gewährleistet.

Innovative Erweiterung der digitalen Produkte und Angebote

Mit der neuen Finanzierung plant Kenbi, die Expansion in Deutschland und den Ausbau seiner
Technologien noch schneller voranzutreiben: "Bislang haben sich unsere proprietären Technologien
auf die interne Effizienz konzentriert: Recruiting, Onboarding, Einsatzplanung, Dokumentation,
Online-Training und Abrechnung", erläutert Mitgründer und CTO Bruno Pires. "Jetzt werden wir uns
auch auf kundenorientierte Innovationen fokussieren, welche über den Zielmarkt der älteren
Menschen hinausgehen und eine Kategorie für die Gesundheitsversorgung zuhause für eine breitere
Bevölkerung schaffen."

So testete Kenbi Anfang des Jahres bereits die eigene Familien-App, mit der ausgewählte
Angehörige - oder auch Patientinnen und Patienten selbst - zukünftige Pflegetermine einsehen
können, als auch Pflegeberichte, Kontakte zum Versorgungsnetzwerk rund um den Kunden/die
Kundin, und Zugang zu einem Marktplatz erhalten um zusätzliche Angebote wahrzunehmen. In
Zukunft plant das Startup, seine ambulanten Leistungen an weitere modernen Gesundheitslösungen
wie Online-Apotheken, Telemedizin, digitale Heimgeräte und Big-Data-Analysen für präventive
Gesundheitsfürsorge anzuknüpfen.

Alexander Schmitz, Partner bei Endeavour Vision, der im Rahmen der Finanzierung in den Vorstand
des Unternehmens eintritt, erläutert: "Die rasante Entwicklung von Gesundheits-Apps in Kombination
mit regulatorischen Änderungen, welche digitale Lösungen begünstigen (z.B. DiGA), eröffnen
spannende, neue Möglichkeiten für die ambulante Pflege. Diese werden das Wachstum eines
fortschrittlich strukturierten Pflegemarktes, der bereits jetzt 50 Milliarden Euro jährlich übersteigt,
weiter vorantreiben. Durch seinen skalierbaren Online- und Offline-Ansatz ist Kenbi ideal positioniert,
diesen wichtigen Markt neu zu definieren."

"Kenbi ist ein erfolgreiches Beispiel dafür, wie Digitalisierung in Kombination mit Empathie einige der
negativsten Trends in der Gesellschaft umkehrt. Der tiefe Respekt, den Katrin, Clemens, Bruno und
das gesamte Team den Bedürfnissen der Pflegekräfte sowie ihren Patientinnen und Patienten
entgegenbringen, führt zu einem wertschätzenden Umfeld für alle Beteiligten. Ihre sensible
Denkweise, die schnelle Umsetzung und die Qualität der Technologie werden Kenbi weit über
Deutschland hinaus bekannt machen", kommentiert Christian Miele, Partner bei Headline und ein
früheres Vorstandsmitglied.


Über Kenbi
Kenbi wurde im November 2019 gegründet und ist ein technologiegestütztes ambulantes
Gesundheits-Startup mit Sitz in Berlin und einem Netzwerk von über 300 Pflegekräften. Diese
versorgen Patientinnen und Patienten zu Hause in mehreren Bundesländern. Das Unternehmen setzt
neue Standards in der Bereitstellung ganzheitlicher Pflegelösungen, indem es ein dezentrales
Netzwerk von Pflegefachkräften einsetzt und mit Hilfe von eigenen modulare Apps sowohl mehr Zeit
für die Pflege selbst liberiert, als auch den effizienten Zugang zu neuen Gesundheitslösungen
gewährleistet. Mit diesem modernen Verständnis von Gesundheitsversorgung bietet Kenbi Lösungen
und Dienstleistungen rund um Haushaltshilfe, Begleitung, tiergestützte Therapien, körperliche
Grundpflege sowie medizinische und spezialisierte Behandlungen. Die Gründer und Co-CEOs Katrin
Alberding und Clemens Raemy lernten sich 2009 an der Harvard Business School kennen. Danach
verfolgten sie beide unternehmerische Wege in verschiedenen Branchen, bevor sie gemeinsam mit
dem erfahrenen CTO Bruno Pires Kenbi gründeten.

Über Endeavour Vision
Endeavour Vision ist eine im Jahr 2000 gegründete Risikokapital- und
Wachstumsbeteiligungsgesellschaft, welche in schnell wachsende Unternehmen in den Bereichen
Medizintechnik, Diagnostik und digitale Gesundheit in Europa und den USA investiert. Der
Schwerpunkt der Investitionen liegt auf transformativen Gesundheitstechnologien, die den Patienten
einen überragenden klinischen Nutzen und den Gesundheitssystemen erhebliche Effizienzgewinne
ermöglichen. Das erfahrene und internationale Team, das Netzwerk und der umfangreiche Deal Flow
von Endeavour Vision geben ihnen eine einzigartige Sicht auf den Sektor, um dadurch in die weltweit
besten und / oder ersten Technologien am Markt zu investieren. Endeavour Vision schafft
Partnerschaften mit Unternehmen, die sich in der Frühphase der Markteinführung bahnbrechender
Technologien befinden und unterstützt sie über das Kapital hinaus aktiv mit strategischem und
operativem Fachwissen.

Über Redalpine
Redalpine ist ein Frühphasen-Investor, der sich auf disruptive und hoch skalierbare Technologie- und
Health-Tech-Geschäftsmodelle konzentriert. Ziel ist es, ambitionierten Unternehmern zu helfen, ihre
Visionen in die Realität umzusetzen. Um den unternehmerischen Erfolg zu fördern, stellt Redalpine
sowohl finanzielle Unterstützung als auch relevantes Know-how und ein zuverlässiges Netzwerk zur
Verfügung. Zu den aktuellen Investitionen gehören die Mobile-First-Bank N26, der globale
Konsumgüterkonzern der nächsten Generation Razor, der intelligente Steuerassistent Taxfix und die
Gewebediagnostik-Plattform Lunaphore.

Über Heartcore
Heartcore Capital ist der europäische Investor für Unternehmen und baut Technologieunternehmen
für Verbraucher auf. Mit Büros in Kopenhagen, Berlin, Paris und Austin hat Heartcore Capital schon
früh Unternehmen wie Kaia Health, GetYourGuide, Natural Cycles und Formel Skin unterstützt.

Über Headline
Headline (ehemals eventures) ist eine Risikokapitalgesellschaft, die in 7 Städten auf der ganzen Welt
vor Ort aktiv ist. Die Firma investiert in allen Regionen und führt Runden in jeder Phase durch. Sobald
sie sich auf ein Team festgelegt haben, geht Headline bis ans Ende der Welt, um dessen Erfolg global
zu machen. Sonos, The RealReal, Creditas, Sorare, Pismo, AppFolio, goPuff, Acorns, Farfetch,
Segment, Bumble und Yeahka gehören zu den Stars in der Welt von Headline.

Über Partech
Partech wurde in San Francisco und Paris geboren und ist einer der aktivsten Tech-Investoren der
Welt, der Kapital, operative Erfahrung und strategische Unterstützung für Unternehmen in der
Gründungs-, Aufbau- und Wachstumsphase zusammenbringt. Das derzeitige Portfolio umfasst mehr
als 200 Unternehmen in über 30 Ländern, von denen 12 einen Wert von mehr als 1 Mrd. USD haben:
Alan, Bolt, Cazoo, Jellysmack, Made.com, ManoMano, People.ai, Rohlik, Sorare, Toss, Wave, Xendit.

Über Amino Collective
Amino Collective ist ein Risikokapitalfonds in der Gründungsphase, der mit Gründer*innen auf der
ganzen Welt zusammenarbeitet, welche an Schnittestellenlösungen von Software, Biologie und
Gesundheitswesen arbeiten. Amino Collective wurde von einer Gemeinschaft an
Weltklasse-Wissenschaftlern, Unternehmer*innen und Tech-Führungskräften gegründet und
unterstützt Gründer*innen beim Aufbau branchenführender Unternehmen. Amino Collective wird als
Single-GP-Fonds mit Sitz in Berlin geführt.

Über die Silicon Valley Bank
Seit fast 40 Jahren unterstützt die Silicon Valley Bank (SVB) innovative Unternehmen und ihre
Investoren dabei, kühne Ideen schnell voranzutreiben. Die SVB bietet gezielte Finanzdienstleistungen
und Fachwissen über ihre verschiedenen Standorte in internationalen Innovationszentren wie
Deutschland und Großbritannien. Europas führende Technologie- und Life-Science-Unternehmen in
allen Entwicklungsstadien vertrauen auf das branchenspezifische Know-how, die langjährige
Erfahrung und das einzigartige Netzwerk der SVB, um in ihren lokalen Märkten zu wachsen und neue
im Ausland zu erschließen.

Über Mutschler Ventures
Mutschler Ventures, Teil eines in der Schweiz ansässigen Single Family Office, wurde 2007 gegründet
und konzentrierte sich zunächst auf digitale Geschäftsmodelle und Plattformen. Inzwischen haben sie
ihren Fokus erweitert und investieren zusätzlich in neue Schlüsseltechnologien wie Blockchain,
Software, Mobilität, Robotik/Automatisierung, Fintech und Biotech. Sie beteiligen sich in der frühen
Wachstumsphasen bis hin zur Serie A und nachfolgenden Runden. Sie waren frühe Geldgeber von
Unternehmen wie Auto1, Adyen, Flink, McMakler und vielen anderen.

Kontakt
Für Presse- und Interviewanfragen, kontaktieren Sie bitte:

Julia Buchinger
Head of Marketing
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